Griechische Mythologie: Mystische Figuren / Gestalten
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Charon (Mythologie): Sohn des Erebos und der Nyx, Fährmann, der die Toten zum Eingang in den Hades rudert

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Beitrag von Fischiot am So Jan 19, 2020 1:47 pm

Charon (griechische Mythologie): Charon ist der berühmte Fährmann in der griechischen Mythologie, der Tote über die Totenflüsse Acheron und Styx zum Eingang in den Hades rudert. Für seine Dienste, erwartet Fährmann Charon einen Obolus


Charon in der griechischen Mythologie wird als düsterer und greiser Fährmann überliefert.
Charon (Mythologie): Sohn des Erebos und der Nyx, Fährmann, der die Toten zum Eingang in den Hades rudert Charon10
Charon hat die Aufgabe, Tote über die Totenflüsse (meist wird der Totenfluss Acheron >> genannt) zum Eingang in die Totenwelt zu rudern. Insgesamt ist in der griechischen Mythologie von fünf Flüssen der Unterwelt die Rede, namentlich: Acheron, Styx >>, Kokytos >>, Lethe >> und Phlegethon >> (mündet im Tartaros >>). Dabei wird der Totenfluss Styx als der Fluss des Grauens geschildert. Ob der Fährmann Charon auf allen Flüssen der Unterwelt unterwegs war, ist unklar (häufig heißt es, dass Charon ausschließlich auf den Flüssen Styx und Acheron gefahren ist bzw. vielleicht noch fährt? Immerhin ist Charon nicht nur Fährmann, sondern auch ein unsterblicher Gott).

Die Eltern aller Flüsse - auch aller Totenflüsse - sind Okeanos >> (gewaltiger Strom) und die Tethys >>. Die Totenwelt in der griechischen Mythologie heißt Hades >>. Gleichzeitig ist Hades als Herrscher über die Toten ein Gott. Im Winter steht dem Gott Hades die Göttin Persephone >> als Herrscherin über die Toten zur Seite.

Eltern des Charon

Die Nyx, Göttin der Nacht >> wird als Mutter vom Fährmann Charon überliefert. Überdies wird Erebos, Gott der Finsternis >> als Vater des Charon genannt.

Mythos Charon

"Seinen Obolus entrichten" ist heute eine berühmte Redewendung. Ohne Obolus (griechisch Obolos) unter der Zunge, nahm (oder nimmt?) Fährmann Charon Tote nicht in sein Boot auf.

Angehörige von Toten mussten alle Begräbnisriten korrekt durchführen. Dazu gehörte auch, dass Angehörige von Toten ihren toten "Liebsten" einen Obolus unter die Zunge legen mussten. Der Obolus wird als Münze in der griechischen Mythologie überliefert, die einen geringfügigen Wert hatte (im Mittelalter soll es ebenfalls Gebiete gegeben haben, wo es eine Münze mit dem Namen Obolus gab. Als Obolus im Mittelalter wird beispielsweise vom Sachsenpfennig gesprochen).

Gedeutet wird der Obolus als kleine Spende, Gebühr, Trinkgeld und als kleiner Geldbetrag. Der Obolus unter der Zunge von Toten war in der griechischen Mythologie die Vergütung vom Fährmann Charon. Wenn Tote in der griechischen Mythologie nicht komplett korrekt bestattet waren, nahm Charon sie nicht mit zum Eingang in den Hades. Diese zurückgelassenen Toten, mussten dann 100 Jahre am Ufer vom Totenfluss Acheron als Schatten umherirren. Fährmann Charon wird als Sohn zweier Gottheiten (Nyx und Erebos) überliefert. Charon selber, wird jedoch nicht als Gott erwähnt - sondern immer mit dem Attribut Fährmann.

Charon in der Kunst

In der Kunst wird der Fährmann Charon als finster und grämlich dargestellt. Charon ist mit einem dunklen Schifferkittel bekleidet.

Es soll auch Darstellungen geben, auf denen der Fährmann Charon als gräßlicher Todesdämon abgebildet ist.
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