Griechische Mythologie: Mystische Figuren / Gestalten
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Sintflut (Mythologie): Große Flut des Zeus, auch deukalionische Flut

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Beitrag von Fischiot am Sa Aug 01, 2020 8:39 pm

Sintflut (griechische Mythologie): Die Sintflut ist weltberühmt, in erster Linie durch Bibel und Koran. Man darf durchaus sagen, dass die Sintflut zu den krassesten mythologischen Ereignissen überhaupt gehört. Die griechische Mythologie berichtet von der Sintflut mit den Titeln "Die Sintflut des Zeus" und "die deukalionische Flut."


Sintflut (Zusammenfassung): Die Sintflut ist weltweit bekannt, in erster Linie durch Bibel und Koran. Die Sintflut wird jedoch in nahezu allen Religionen / Mythologien überliefert, so auch in der griechischen Mythologie. Deukalion und Pyhrra haben auf einem Schiff in der griechischen Mythologie die große Flut überlebt, wovon sich der Titel "deukalionische Flut" ableitet. Es gibt einen weiteren Titel der griechischen Sintflut: "Die Sintflut des Zeus."

Es war einmal so, dass Zeus >> mittels Sintflut (deukalionische Flut) die gesamte Menschheit getötet hat. Warum?
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Zeus hatte von der Menschheit seine Schnauze gestrichen voll! Unterstützung bei der Ausrottung der Menschheit erhielt Zeus von seinem Bruder Poseidon >>.

Was war der Anlass für die Sintflut?

Bis auf Deukalion >> (Sohn des Prometheus >>) mit seinem Weib Pyrrha (Tochter des Epimetheus >>) hatte die gesamte Menschheit einen Abfall erlitten. Die Menschheit war komplett gottlos geworden und hielt sich nicht mehr an die Gebote der Götter. Als Krone der Gottlosigkeit gelten die Söhne des Lykaon >> in der griechischen Mythologie. Auf welche Weise wollte Zeus die Menschheit auslöschen?

Zunächst dachte Zeus an Blitze, später kam ihm die Idee der Sintflut

In seinem gewaltigen Zorn auf die Menschheit, hatte Zeus zunächst eine sehr schlechte Idee. Zeus griff nach feurigen Blitzen (frisch von Hephaistos >> angefertigt), um die gesamte Menschheit der Erde zu töten. Glücklicherweise wurde ihm jedoch bewusst, dass er auf diese Weise auch dem Sitz der Götter (Olymp >>) den Garaus gemacht hätte. So kam Zeus auf die Idee, die Menschheit mittels Sintflut umzubringen. Es war eindeutig klar, dass die frevelhafte Menschheit getötet werden musste.

Wie hat Zeus die Sintflut in Gang gesetzt?

Den Nordwind (Boreas >>) schloss Zeus in den Höhlen des Aiolos >> ein. Parallel dazu ließ Zeus den Südwind (Notos >>) frei. Nun entwickelte sich eine Katastrophe - und diese Katastrophe führte zum Untergang der Menschheit. Der Südwind presste jetzt nämlich die Wolken aus!

Jetzt kam die Sintflut endlich in Gang

Zeus war nun sehr glücklich, denn der Untergang der Menschheit nahm seinen Lauf. Die Sintflut entwickelte sich, indem es unaufhörlich (Tag und Nacht) regnete. "Regen" ist zu harmlos, ausgedrückt. Es handelte sich um Wassergüsse (noch stärker als der stärkste Platzregen), die nun unaufhörlich auf die Erde fielen. Der Großteil der Menschen starb bereits dadurch. Eine kleine Gruppe von Menschen wollte nicht sterben und baute Schutzdämme. Poseidon durchstieß diese Schutzdämme mit seinem Dreizack. Danach war die Ausrottung der Menschheit nahezu abgeschlossen.

Ein kleiner Rest von Menschen wollte immer noch nicht sterben und flüchtete sich auf die Berge. Da es jedoch kein Saatgut mehr gab, starben auf den Berggipfeln auch die letzten Menschen (Hungertod). Die Auslöschung der Menschheit mittels Sintflut war vollbracht! Hatte ich erwähnt, dass Deukalion und Pyrrha nicht gottlos geworden sind? Deukalion und Pyrrha sind nämlich gottesfürchtig geblieben und überlebten die Sintflut! Prometheus hatte seinem Sohn Deukalion befohlen, im Vorfeld der Sintflut ein Schiff (Arche) zu bauen. Auf dieser Arche überlebten Pyrrha und Deukalion die Sintflut und konnten ein neues Menschengeschlecht begründen. Wie das genau gelaufen ist, zitiere ich:

Deukalion und Pyrrha überlebten die Sintflut und gründeten das neue Menschengeschlecht

Es war so, dass Zeus sein Strafgericht vollendet sah und die Sintflut stoppte. Die Worte des Zeus diesbezüglich: "Haltet ein mit eurem Wüten!" Die schäumenden Wogen bändigte Poseidon. Zeus befreite den Nordwind, der die Wolken sogleich auseinander trieb. Die Meeresufer traten wieder hervor und die Flüsse kehrten in ihr Flussbett zurück. Deukalion und Pyrrha waren jetzt die einzigen Menschen auf der Erde, was (nachvollziehbar) durchaus Verzweiflung auslöste. Jetzt zitiere ich den Rest der Geschichte von der Sintflut und die Gründung vom neuen Menschengeschlecht:

"Voller Verzweiflung blickte Deukalion auf das Werk der Zerstörung. “Ach, Pyrrha”, rief er wehklagend, “von allen Menschen hat nur uns das Schicksal verschont. Nun sind wir allein das Volk dieser Erde!” Weinend gingen sie zu dem Tempel der Themis >>, am Fuße des Parnassos, um die Göttin der Erde um Rat und Hilfe anzuflehen.

“Gib du uns Kunde, hehre Themis”, betete Deukalion, “wie das vernichtete Menschengeschlecht neu erstehen kann!”

Da vernahmen die beiden Gläubigen die Stimme der Göttin: “Verhüllet euer Haupt und werft die Gebeine eurer Mutter hinter euch!” - - Lange ratschlagten die beiden Alten über den geheimnisvollen Sinn des Gebotes.

Hieß die Himmlische sie das Andenken der Mutter kränken? “Höre, Pyrrha”, rief Deukalion plötzlich, “wie der Göttin Worte zu deuten sind! Unsere Mutter ist die Nahrung spendende Erde, und ihre Gebeine sind die harten Steine, diese sollen wir hinter uns werfen!”

War solche Deutung richtig? Lange hegten die beiden Zweifel, doch dann taten sie, was die Göttin ihnen befohlen hatte. Sie verhüllten ihr Haupt und warfen Steine hinter sich. Da geschah ein Wunder: Die Steine verloren ihre Härte und wurden geschmeidig, sie wuchsen und gewannen Gestalt - - Menschengestalt! Was feucht und erdig war, wurde Fleisch, das Spröde und Steinige wandelte sich in Knochen, und die Adern im Gestein wurden zu lebendigen Adern. (Vergleichen Sie bitte die Weltedda, wo Odin aus dem Riesen Ymir die Erde erschafft.) Die von Deukalion geworfenen Steine wurden zu Männern, die Steine, die Pyrrha berührt hatte, nahmen weibliche Gestalt an.

Als König herrschte Deukalion lange Zeit in Weisheit und Gerechtigkeit über das neue Menschengeschlecht. Sein Sohn Hellen >> wurde der Stammvater des Volkes der Hellenen. Das Volk der Hellenen gilt als Wurzel des indogermanischen Volkes."

Fazit zur Sintflut

Die Überlieferung der Sintflut kennt jeder. In Bibel (AT) und Koran wird die Sintflut natürlich auch geschildert, als berühmteste Fassungen. Dort heißt der männliche Protagonist nicht Deukalion, sondern Noah (Noach). Die Sintflut wird in nahezu allen Mythologien / Religionen Texte beschrieben. Berühmt ist auch der Gilgamesch Epos, wo Utnapischtim die männliche Hauptrolle spielt.

Identisch ist immer, dass die Hauptdarsteller die Sintflut auf einem Schiff überlebt haben. Pyrrha und Deukalion sollen mit ihrer Arche auf dem Othrys >> gelandet sein. Die Arche des Noah soll nach der Sintflut auf dem Berg Ararat gelandet sein.
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